Borneo

Die Provinz Kalimantan umfaßt den indonesischen Teil Borneos und ist sehr dünn besiedelt und hauptsächlich von dichten Regenwäldern bedeckt. Die flacheren Gebiete im Süden und Osten sind sehr wasserreich und werden landwirtschaftlich genutzt. Hier wird in riesigen Plantagen vor allem Palmöl gewonnen. Industrie findet sich dagegen kaum.

Auf Borneo lebt eine größere Population von Orang Utans, die in zuerst in Aufzuchtstationen aufwuchsen und später in die umliegenden Urwälder entlassen wurden. Die Stationen gibt es zwar noch und die Menschenaffen, gewöhnt an die vielen Touristen, leben meist in deren Umgebung. Es gibt für sie tägliche fixe Fütterungszeiten mit leckeren Bananen, Süßkartoffeln und anderen Früchten, die von den Rangern in lokalen Märkten angekauft werden. Der Nachwuchs wird inzwischen bereits in freier Wildbahn zur Welt gebracht, aber nur wenige haben sich bislang für ein völlig unabhängiges Leben weit weg von den geschützten Plätzen entschlossen. Dieser Urang Utan-Tourismus ist eine der Haupteinnahmequellen der Bewohner Borneos. Die Plätze tief im Urwald sind eigentlich nur auf dem Wasserweg, am Besten mit einem bequemen Hausboot zu erreichen. Geschlafen, frisch gekocht und gut gegessen wird ausschließlich auf diesen traditionellen Booten, die meist von drei Personen betrieben werden und für zwei bis fünf Gäste ausgelegt sind.